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Letzte Etappe USA:

San Francisco ist Alcatraz- und umgekehrt:

Gruppe auf Alcatraz, und ja keine Angst, alle sind wieder von The Rock runter. Leicht verbrannte Nasen, aber das gehört zu San Fran.

Nach wundervollen, erlebnisreichen und viel viel zu kurzen zehn Tagen in Colorado sind wir heute (Dienstag, 25.März) etwas verspätet aber sicher in San Francisco gelandet.

Auf dem Weg zum Coit-Tower

USA wir sind da!

CPYE-Gruppe am 15. März beim Welcome-Brunch mit Gasteltern (zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)

Liebe Eltern, Freunde und Verwandte,

alle unsere Teilnehmer sind gut in Colorado angekommen und haben die erste Nacht bei ihren Gastfamilien verbracht und freuen sich auf ein Wochenende mit viel Sonnenschein!

Am Freitag den 14. März ging die Reise los!

10 Jugendliche aus Berlin und Umland fliegen im Rahmen unseres Jugendbegegnungsprojektes zu Gastfamilien in Denver!

Wir freuen uns mit den Teilnehmern neue Erfahrungen zu sammeln, Freundschaften zu schließen, Wissenswertes in Gesprächen und Diskussionen über Land, Leute und Geschichte zu erfahren und "Gesund und Munter" am 30. März wieder in Berlin zu landen.

Allen Teilnehmern eine schöne und erlebnisreiche Zeit!

Die Reise in den Osterferien 2008 nach Denver / Colorado und San Francisco / Kalifornien bietet Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren ein unvergleichliches Erlebnis.
Um einen kleinen Vorgeschmack auf das Sehenswerte dieser Reise zu bekommen, gibt es an dieser Stelle schon mal einige Informationen.

Besuch aus Israel und Polen, Internationale Jugendbegegnung 2007

des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg

Der CPYE e.V. übernahm für eine Internationale Jugendbegegnung im August 2007, zu der der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band, Jugendliche aus Nahariya, Israel, und Köslin (polnisch Koszàlin), Polen, eingeladen hatte, die Organisation. Nahariya und Köslin sind Partnerstädte des Bezirks. Wir bedanken uns für das Vertrauen, unseren Verein mit dieser wichtigen Aufgabe betraut zu haben. Weitere Infos .

Unsere Reiseteilnehmer des 16ten Austauschprojektes nach Denver Colorado sind gut in den U.S.A. angekommen!

Am Freitag den 30. März startete unsere Gruppe von Berlin Tegel nach Denver. Nach gut zwölf Stunden Flug kam die Gruppe auf dem fünftgrößten Flughafen der Welt an und wurde sehr herzlich von den amerikanischen Gasteltern empfangen. Die Sonne schien und etwas Schnee lag auch. Abends traf man sich dann zur gemeinsamen Welcome Party im Ken-Caryl-Ranch House. In COlorado verbrachten die Teilnehmer zehn aufregende und interessante Tage. Nach einer Farewellparty am Montag Abend stieg die Reisegruppe Dienstag Früh in den Flieger gen New Yorg City. Wohlbehalten kamen sie dort am Mittag an und verbringen nun noch vier Tage im "Big Apple".

Am Sonntag, den 15. April erwarten wir die Reisenden um 10.10 Uhr am Flughafen Tegel gesund und erholt zurück, vorraussichtlich am Gate A09.

!!! NEU: Drei Fotos der Gruppe aus Denver online!!!

Weitere Infos folgen.

Hohe Auszeichnung für langjähriges Vorstandsmitglied Ed Koch

Im Herbst 2006 wurde Ed Koch das Bundesverdienstkreuz am Band durch den Bundespräsidenten Horst Köhler für sein jahrzehntelanges aufopferndes ehrenamtliches Engagement (u.a. Jugendbegegnungsreisen, Gedenkstättenfahrten, die Herausgabe des Jugendpolitischen Pressedienstes Paperpress) verliehen und im Dezember durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit überreicht. Aufgrund vieler anderer Aktivitäten die ihn sehr in Anspruch nehmen verläßt Wolfgang Ed Koch den CPYE Vorstand. Glücklicherweise steht er dem Alten und Neuen Vorstand ( Bernd Puhlmann, Chris Landmann und Andie Kraft) unterstützend und beratend weiterhin in freundschaftlicher Verbundenheit mit Rat und Tat zur Verfügung.

Für seine langjährige Hilfe und Mitarbeit, Organisation und für sein großes Vertrauen bedanken wir uns sehr herzlich.

Klaus Wowereit und Wolfgang "Ed" Koch

1. Tempelhofer Präventionstag


Infos zum Thema „Vorbeugen aber Feste!“ am 2. September
Prävention umfasst nicht nur die reine Kriminalitätsvorbeugung, sondern auch Gewaltminderungstrategien im Alltag, Verkehrsunfallverhütung, verantwortlicher Umgang mit Suchtmitteln und Gesundheitsvorsorge. Prävention ist nicht nur eine gesamtstaatliche, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, jeder ist in der Verantwortung, seinen Beitrag zur Prävention zu leisten. Prävention braucht Partner: So arbeiten Bewohner, Gewerbetreibende, Polizei und der Bezirk bereits partnerschaftlich an der Realisierung verschiedener Projekte und Aktionen Hand in Hand. Denn es ist wichtig, dass Prävention auf den verschiedensten gesellschaftlichen Ebenen eine Rolle spielt. Deshalb hat der Polizeiabschnitt 44 eine Veranstaltung initiiert, die Dieter Hapel, Stadtrat für Schule, Bildung und Kultur, als Schirmherr unterstützt. Gemeinsam laden der Polizeiabschnitt 44 und das bezirkliche Schulamt zum 1. Tempelhofer Präventionstag am Freitag, dem 2. September, in der Zeit von 10 bis 20 Uhr vor das Rathaus Tempelhof ein. Unter dem Motto „Vorbeugen – aber Feste“ präsentieren sich zahlreiche Hilfs- und Rettungsdienste sowie die Polizei mit einem Fahrradparcours und Aktionsständen auf der „Präventionsmeile“. Desweiteren konnten in Zusammenarbeit mit der Rockini Tempelhof und dem Oberstufenzentrum KIM ein Bühnenprogramm aus Theateraufführungen, Diskussionsforen, Rockgruppen und insbesondere Schülerbands zusammensetzt. Denn ein wichtiger Präventionsansatzpunkt ist die Aufgabe der Schulen als Sozialisationsinstanz. Hier spielt auch der Umgang mit Gewalt in der Schule eine wesentliche Rolle. Dieser Problematik hat sich unter anderem die Tempelhofer Werner-Stephan- Oberschule angenommen und in die Gestaltung des Schullebens integriert – mit regelmäßigem Konfliktlotsen-Training für Schülerinnen und Schüler statt. Stadtrat Hapel: „Ich hoffe sehr, dass Sie Lust bekommen haben, mit uns gemeinsam den 1. Tempelhofer Präventionstag zu feiern. Ich wünsche allen einen positiven Veranstaltungsverlauf, ergiebige Gespräche und knüpfen Sie Kontakte, denn: ,Prävention brauch t Partner‘!“ bats

Besuch aus den USA

Nancy und Stephen Brooks aus Ken Caryl, einem Vorort von Denver, Hauptstadt des US-Bundesstaates Colorado, besuchten im August 2003 Berlin. Sie sind gern gesehene Gäste in unserer Stadt, sorgen sie doch dafür, dass seit vielen Jahren junge Berliner für ein paar Wochen bei ihnen und anderen Familien wohnen dürfen. Die Jugendlichen erleben ein großes Land aus der Insiderperspektive einer Familie. Organisiert werden diese Reisen seit 15 Jahren vom Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e.V., kurz CPYE genannt. Der gemeinnützige Verein lud zu seinem Jubiläum die Brooks nach Berlin ein, finanziell unterstützt vom Landesjugendamt Berlin..

15 Jahre CPYE

Die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA waren schon einmal besser. Das schlechte Klima beschränkt sich aber glücklicher Weise auf die politische Ebene. Die vielen Menschen, die Jahr für Jahr die USA besuchen, finden vor Ort wenig von dem, was einem die Presse hier einreden will. Vor allem ist es wichtig, dass sich junge Leute auf den Weg machen, um ein Land kennen zu lernen, das man aus der Ferne wenig versteht. Seit 15 Jahren fördert und pflegt ein kleiner Verein aus Tempelhof, bei dem ausschließlich Ehrenamtliche tätig sind, die Beziehungen zu zwei Gemeinden in den USA, weit ab von den üblichen Touristenpfaden in Kansas und Colorado.

Die Gründer des CPYE e.V., Ed Koch und Bernd Puhlmann begrüßten Ende August zum Vereinsjubiläum Ehrengäste, Freunde, Förderer und Ehrenamtliche im Sony Center zu einer kleinen Party. Auch diese wurde von einer großzügigen Sponsorin finanziert. Bernd Puhlmann, der seit 15 Jahren ununterbrochen Vorsitzender des Vereins ist, erhielt aus der Hand von Jugendstaatssekretär Thomas Härtel einen Pokal mit der Inschrift: „Mit Dank und Anerkennung für 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender des CPYE e.V.“ Thomas Härtel würdigte in seinem Grußwort die kontinuierliche Arbeit des Vereins, die sich inzwischen auch auf andere Betätigungsfelder erstreckt.

Zu den Gästen zählten u.a. die Leiterin des Landesjugendamtes Ulrike Herpich-Behrens, die Tempelhof-Schöneber-ger Jugendstadträtin Angelika Schöttler und Jugendamtsdirektor Henning Till, die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Jutta Kaddatz u. Ex-Stadtrat Klaus-Ulrich Reipert.

Eine weitere Würdigung erhielt Nancy Brooks aus Ken Caryl, Colorado. Sie sorgt seit 1992 dafür, dass Jahr für Jahr Jugendliche aus Berlin in ihre Stadt kommen können. Dafür erhielt sie anlässlich des Vereinsjubiläums die „Goldene Ehrennadel“ der Arbeitsgemeinschaft Jugend in Tempelhof e.V..

Nancy Brooks und ihr Mann Stephen erlebten eine Woche voller spannender Programmpunkte in Berlin. Angefangen von der Kennedy-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum, über eine Spreewaldfahrt, Besuch des Musicals Hair bis hin zur Langen Nacht der Museen.

Eine typische Berliner Gartenfete gehörte auch zu ihrem Programm. Beim SPD-Adlermühlenfest in Mariendorf trafen sie auf Walter Momper, der sie schon bei einem Besuch vor zwei Jahren im Abgeordnetenhaus zu einem Gespräch empfing. Damals war er noch Vizepräsident des Hohen Hauses, nun ist er der Chef. Und den Berliner Landeschef Klaus Wowereit trifft man natürlich auch beim Gartentreff in seinem Heimatbezirk. Klaus Wowereit hob in seinem Small-Talk mit den Brooks die Bedeutung von Jugendbegegnungsreisen hervor und dankte den beiden für ihr jahrelanges Engagement.

Welcher Krieg?

Grüße aus der „Neuen Welt“

Wenn die Politiker den Menschen einzureden versuchen, die Beziehungen zwischen ihren Ländern seien schlecht, dann sind gegenseitige Besuche wichtiger denn je. 1985 vom Paper Press e.V. begonnen, seit 1992 vom Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e.V. (www.cpye.de) weitergeführt, reisen jährlich Jugendliche aus Berlin in die USA und leben dort ein paar Wochen in Gastfamilien. So auch ein Jahr nach den Anschlägen auf New York und Washington und so auch in diesem Jahr während des Krieges im Irak.

Impressionen von einer USA Reise in Kriegszeiten

Es ist kurz vor den Osterferien und die Maschine nach Frankfurt ist nicht ganz ausgebucht. Auch beim Weiterflug von Frankfurt nach San Francisco weisen die Sitzreihen Lücken auf. Die Einreise in die USA, sonst mit langen Wartezeiten verbunden, geht überraschend schnell, weil nur wenige Touristen aus Deutschland anstehen. In Frankfurt fielen die vielen amerikanischen Militärflugzeuge auf. Dafür, dass Deutschland an diesem Krieg nicht beteiligt war, sah die Szene sehr bedrohlich aus. In San Francisco ist nichts von irgendeinem Krieg zu spüren. Die Einreiseformalitäten sind hier freundlich wie eh und je, unverfängliches Geplauder mit dem Beamten, ja sogar ein nettes Lächeln, ganz unter dem Motto, schön, dass Ihr gekommen seid.

Ein paar Befürchtungen hatte ich schon, dass man uns vielleicht „Feiglinge“ oder so hinterher rufen würde. Keine Spur davon. Mit einer Berliner Jugendgruppe unterwegs zu sein, ist nicht gerade ein unauffälliges Manöver, zumal, wenn sich die Kids deutlich erkennbar in Deutsch unterhalten. In keiner Speisekarte waren die beliebten French Fries oder French Toast durch Freedom oder Liberty ersetzt oder überklebt worden. Es mag sein, dass es verwirrte Nationalisten in den USA gibt, die so Rache an den unwilligen Franzosen nehmen wollen, getroffen haben wir davon keinen.

Auch mag es sein, dass deutsche Automobile gegenwärtig in den USA nicht angesagt sind, glauben mag man es kaum, wenn unzählige Daimler und BMWs die hügeligen Straßen von San Francisco rauf und runter brausen. Und wenn man mal – so ganz nebenbei – fragt, „Was macht eigentlich der Krieg?“ – kommt durchaus die Antwort: „Welcher Krieg?“ Wer nicht gezielt CNN und andere Kriegsberichterstattermedien schaut, der erfährt wenig von dem, was im fernen Irak passiert. Geradezu grotesk mutet es jedoch an, wenn der Wetterkanal neben den Vorhersagen für den amerikanischen Kontinent auch über Sonne und Wind im Irak berichtet. Offenbar gibt es Interessenten am Wetter im 51. Bundesstaat.

Lassen wir in diesem Bericht einmal unkommentiert, wie lächerlich es wirkt, wenn Rambo Bush mit einem Kampfjet auf einem Flugzeugträger landet und dort verkündet, dass völlig unerwartet die Supermacht den Krieg gegen ein Entwicklungsland gewonnen hat. Mir sind die Umfrageergebnisse in den USA schleierhaft, oder, ich habe einfach die „falschen“ Leute getroffen. Niemand ist begeistert von diesem Präsidenten und dem, was er tut, weil alle sehen, dass er das Land in eine wirtschaftliche Krise stürzt, deren Auswirkungen weder in vollem Umfange bekannt sind, noch sie sich jemand vorstellen kann. Aber, das ist eine bemerkenswerte Eigenart, man steht hinter dem Präsidenten. Es ist so wie es ist, und er ist schließlich unser Präsident. Eine Solidarität, die erstaunt.

Vier Tage waren wir am Golden Gate, genossen diese herrliche Stadt, die nur mit sich selbst beschäftigt ist und immer wieder allen sagt, „Schaut her, wie schön ich bin!“ Die Antikriegsdemonstrationen in San Francisco waren eher ein Unterstreichen dieses Lebensgefühls, das man hier pflegt. Die Nagelprobe stand uns allerdings noch bevor: zwei Wochen in Gastfamilien in Colorado. Die lange vor dem Irak-Krieg ausgesprochenen Einladungen, wurden nicht zurückgezogen. Ein gutes Zeichen. Die Familien hatten eher damit gerechnet, dass wir absagen. Die Aufnahme unserer Jugendlichen in die Familien war in diesem Jahr noch herzlicher und freundschaftlicher als sonst. Die Kids aus Berlin wurden mit Zuneigung überhäuft.

Welches Verhältnis zwischen wem auch immer gegenwärtig schlecht sein mag, das zwischen den Gastfamilien aus Denver, Colorado, und den Jugendlichen aus Berlin mit Sicherheit nicht. Und diejenigen, die sich negativ über Deutschland und die Deutschen äußern, haben keinen Kontakt zu Menschen aus unserem Lande. Wir besuchten den neuen Honorarkonsul Deutschlands in Denver. Dr. Bernhard Bleise ist „ein alter Freund“ unseres Vereins. Zach Brooks, der 1992 den Kontakt zwischen uns und den Leuten aus Ken Caryl, einem Vorort von Denver, hergestellt hatte, arbeitete beim Rechtsanwalt Dr. Bleise als Praktikant. So lernten wir ihn kennen und besuchen ihn Jahr für Jahr in seiner Praxis in Denver Downtown. Seit dem letzten Jahr ziert das ovale Wappen der Bundesrepublik Deutschland sein Büro. Und wie es so ist im Leben, diesmal benötigten wir gleich seine Konsulardienste, weil eine Teilnehmerin unserer Gruppe ihren Pass verlor und wir eine Ersatzbescheinigung benötigten. Ein unkomplizierter Vorgang.

Natürlich haben verärgerte US-Bürger bei Dr. Bleise angerufen und sich über Deutschland beschwert und mitgeteilt, dass sie keine deutschen Autos mehr kaufen würden. Gering ist jedoch diese Zahl.

Ein anderer Besuch machte uns aus verschiedenen Gründen etwas Sorgen im Vorfeld. Als erste Jugendgruppe erhielten wir eine Einladung an die Columbine High School in Littleton. Ken Caryl gehört postalisch und geographisch zu dem Denver-Vorort Littleton. An den 20. April 1999 erinnert man sich hier, wie vielerorts, mit Schrecken. Zwei Jugendliche ermordeten Mitschüler und Lehrer. Littleton wurde zum Vorbild für Erfurt. Streng bewacht wird die Schule heute. Sicherheitsvorkehrungen wie auf einem Flughafen. In der Deutschklasse dann allerdings entspannte Stimmung. Die amerikanischen Jugendlichen haben für ihre deutschen Gäste Kuchen gebacken. Sie sprechen gerade über Sinn und Unsinn deutscher Zitate.

Neben vielen Ausflügen in die wunderschöne Landschaft der Rocky Mountains und in so manche gigantische Shopping-Mall, stand noch ein offizieller Termin auf dem Programm. Wird er vielleicht doch noch im letzten Augenblick abgesagt? Ein Besuch im Rathaus war vorgesehen. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Denver, Stephanie A. Foote, wollte uns empfangen. Und sie tat es. Eine freundliche Dame trat vor uns und erzählte alles, was man so über Denver wissen müsse. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hatte uns eine Radierung des Brandenburger Tores als Gastgeschenk mitgegeben und der Tempelhof-Schöneberger Bürgermeister Ekkehard Band ein handmade Messing-Wappen seines Bezirks. Gastgeschenke, die gut ankamen. Das Brandenburger Tor kennt weltweit jeder, und Tempelhof wegen der Luftbrücke und Schöneberg wegen der Freiheitsglocke sind in Amerika die Stadtteile, mit denen man Berlin identifiziert.

Brest in Frankreich ist Partnerstadt von Denver. Wie sind die Beziehungen zur Zeit, wollten wir wissen. Gut. Denvers Bürgermeister Wellington E. Webb war gerade dort und eine Delegation aus Frankreich kommt im Sommer nach Denver. Die Politiker spielen Blinde Kuh und die Bürger machen nicht mit. Ein wenig Sorgen hatte ich schon, als ich mich mit den 14 jungen Leuten aus Berlin auf den Weg über den Teich machte. Sie waren allesamt unbegründet. Und wenn der CPYE e.V. im August dieses Jahres sein 15-jähriges Bestehen feiert, werden Gäste aus den USA in Berlin erwartet. Eine Freundschaft, die funktioniert, ganz einfach, weil sich die Beteiligten mögen.

Welcher Krieg? Im fernen Irak hat sich ein Präsident auf ein Abenteuer eingelassen, das längst noch nicht zu Ende ist und noch viel Blut und Tränen kosten wird. Mr. Bush, dessen Wahl zum Präsidenten erklärt wurde, tatsächlich aber nicht stattgefunden hat, wird nicht erreichen, dass die gutwilligen und vernünftigen Menschen in den USA und Europa ihre Beziehungen in den Keller fahren. Nie war es so wichtig wie heute, in die USA zu reisen!

Den ROCKTREFF gibt's nun schon seit 20 Jahren, immer im Sommer, immer in Tempelhof
und immer OPEN AIR.

"Der schönste Rocktreff aller Zeiten"


Als am Pfingstmontag 2003 der 20. Rocktreff zu Ende ging, lagen sich die Organisatoren freudig in den Armen und bestätigten sich gegenseitig, dass dies der schönste Rocktreff aller Zeiten war. Rocktreffmitbegründer und beim ersten wie beim zwanzigsten Male auf der Bühne dabei, Tommi Müller. Er und seine Crew leisten Jahr für Jahr unglaubliches. Sie ziehen eine Großveranstaltung auf, die sich sehen lassen kann und bis weit über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannt ist. Der Zufall wollte es, dass der 20. Rocktreff Pfingsten stattfinden konnte. Das hängt von den Spielplänen der Vereine im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf ab. Und so hatte man diesmal sogar drei, statt wie bisher üblich, nur zwei Tage zur Verfügung..
20 Jahre – 20 Band – 20.000 Fans. Das war das Motto. Nun, die ersten beiden Zahlen stimmten, zwanzigtausend Besucher wurden es dann aber doch nicht. Immerhin kamen einige Tausend zum Pfingstvergnügen in den Volkspark Mariendorf und genossen das zeitweise viel zu schöne Wetter. Unter der Hitze litten nicht nur die Jungs und Mädchen von der Rock-Ini vor, hinter und auf der Bühne, sondern auch die Besucher. Das Spielfest am Nachmittag war in diesem Jahr nicht so gut besucht wie in den Vorjahren, es war einfach zu heiß. Anstatt beim Spielen zu schwitzen, gingen viele lieber ins benachbarte Schwimmbad. Erst gegen 17 Uhr, als der Rocktreff dann so richtig losging, füllte sich das Stadion.
Neben Bands, die ihren ersten großen Auftritt hatten, spielten auch Gruppen, die schon einen Namen in der Szene haben, wie SPOT, SHE'S CHINA, KILLJOY oder Quadro Tango. Ein Höhepunkt war zweifelsohne der Auftritt von COPPELIUS. Fünf Herren in schwarzen Hosen und weißem Hemd mit „Vatermörder“-Kragen präsentierten ihre Musik mit Kontrabass, Cello, zwei Klarinetten und einem Schlagzeug. Die eher klassisch wirkende Gruppe spielte heißesten Rock vom Feinsten. Eine weitere Besonderheit beim 20. Rocktreff war am Pfingstsonntag ein Gottesdienst auf der Bühne. Gemeindepfarrer Hans-Martin (Beppo) Brehm hatte seinen Gottesdienst aus der Kirche Alt-Mariendorf in den Volkspark verlegt. „So viel Besucher wie hier, habe ich selten in der Kirche“, gab der Gottesmann zu.
Auch über ein weiteres Highlight muss noch berichtet werden. Die Schöneberger Sängerknaben, die seit der Bezirksfusion natürlich auch zu Tempelhof gehören, statteten ihren ersten Besuch beim Rocktreff ab. Chorgründer und Dirigent Gerd Hellwig wurde mit seinen Sängerknaben stürmisch gefeiert, vor allem, wenn das Publikum bei bekannten Berliner Gassenhauern mitsingen konnte.
Der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Ekkehard Band, und die mitveranstaltende Jugendstadträtin Angelika Schöttler, versprachen, dass es auch 2004 wieder einen Rocktreff geben werde. An diese Aussage werden die Veranstalter die Politiker rechtzeitig erinnern.
Finanziert werden Spielfest und Rocktreff je zur Hälfte aus Mitteln des Jugendamtes und von Sponsoren. Ein Dank an die Sponsoren, ohne deren Hilfe diese Großveranstaltung nicht möglich wäre. Und deshalb werden sie hier auch namentlich erwähnt: MAN Nutzfahrzeuge AG, BSR, Festzentrum Trabrennbahn Mariendorf, Autohaus Airport Tempelhof, TEPPICH RAUSCH, Berliner Sparkasse und Planet Outlet .
Ohne Tommi, Andie, Buddy, Peter, Ronny, Sven, Matze, Schotte, Basti, Björn, Boris, Ewald, Matze II, Malte, Kim-Alec, Christian, Michaela, Unne, Bine, Dini, Christel, Desi, Bibi, Vera, Cetin, Sandy, Stephan, noch ein Sven, Yves, Bernd, Stephan, Falk, Justus, Christian, Martina, Bianka, Patrick, Moritz, ein weiterer Christian, Jacob, Leo, Andy, Jakob, Lennart, Conny, David und Chris ......(sollte jemand vergessen worden sein, sorry).....würden aber weder Zuwendungsmittel des Jugendamtes noch Sponsorengelder helfen, denn die ehrenamtliche Leistung lässt sich in Euro und Cent nicht errechnen. Drei Tage vor der Veranstaltung und zwei Tage danach sorgen die Jungs und Mädchen dafür, dass sich ein Fußballstadion in eine Konzertarena verwandelt, zwar nicht so aufwendig wie bei Bon Jovi oder den Rolling Stones, jedoch mit dem selben Anspruch auf Professionalität.
Also: nehmen wir Bürgermeister Band und Jugendstadträtin Schöttler beim Wort und schließen mit dem Aufruf: Auf Wiedersehen beim 21. Rocktreff im Volkspark Mariendorf, 2004!
Alle weiteren Informationen über den 20. Rocktreff 2003, Fotos und Berichte, sowie über die Planungen für 2004 unter
www.rocktreff.de

17-jährige aus Lichtenrade
ist 6.500ste Teilnehmerin

Die 17-järhige Alina Bähr ist die 6.500ste Teilnehmerin an den seit 1979 durchgeführten Reiseprojekten der beiden gemeinnützigen Vereine Paper Press e.V. und CPYE e.V. Fast 300 Reisen fanden in den letzten 25 Jahren statt, darunter Jugendbegegnungsreisen nach Norwegen und in die USA, Seminar- und Ferienfahrten, Besuche von Gedenkstätten in Tschechien und Polen sowie Studienreisen in die USA, nach China und Russland.

Alina Bähr nimmt an der Jugendbegegnungsreise nach New York und Denver, Colorado, in den bevorstehenden Osterferien teil. Als kleine Aufmerksamkeit erhielt sie vom Vorstand des CPYE e.V. 100 Dollar in bar und einen Gutschein über 50 Euro vom Reisebüro Ehlert in Schöneberg, das seit fast 20 Jahren die Reisen der Vereine arrangiert.

Alina hat sich natürlich über die zusätzliche Taschengeldspende sehr gefreut. Beim Shopping in den USA wird ihr sicherlich etwas Passendes auffallen, wofür sie das Geld verwenden kann. Mit der Verständigung wird Alina in ihrer Gastfamilie in Colorado keine Probleme haben. Sie besucht eine bilinguale Schule, auf der über Politik, Geographie und Geschichte in Englisch diskutiert wird. In den USA war die 17-jährige noch nicht, dafür aber in Australien, Frankreich und Groß Britannien. Sie kann sich vorstellen, eines Tages sogar in Australien zu studieren. Mit ihren Eltern und jüngeren Bruder Alex lebt sie in Lichtenrade, das viele ohnehin für den schönsten Ortsteil des Großbezirks Tempelhof-Schöneberg halten.

Von Colorado, wo sie in den Osterferien zehn Tage bei einer Gastfamilie wohnen wird, weiß sie schon einiges. Eine Freundin war für ein Jahr im Rocky Mountains-Staat und schwärmte ihr vor, wie schön es dort sei. In ihrer Freizeit geht sie gerne tanzen, liest Bücher und schaut sich Filme an. Zusammen mit zwölf anderen Jugendlichen aus Berlin, den zwei Gruppenleitern von CPYE sowie zwei Vorstandsmitgliedern wird sie in wenigen Wochen ein Land kennen lernen, das immer noch zu den spannendsten Reisezielen in dieser Welt gehört.

Die CPYE-Gruppe, die in den Osterferien nach New York und Denver, Colorado, reist mit ihren Begleitern und den Vorstandsmitgliedern des Vereins.

Rocktreff und Spielfest 2005
Vereinbarung unterzeichnet

Die Vorbereitungen für den Rocktreff 2005 begannen schon im September vorigen Jahres, unmittelbar nach der Geburtstagsparty zum 20-jährigen Jubiläum eines der größten Amateurbandfestivals in Berlin. Sicherheit, dass die Veranstaltung auch wirklich durchgeführt werden kann, erlangt man allerdings erst, wenn die Vereinbarung zwischen den Beteiligten der Trägergemeinschaft unterschrieben worden ist. Am 16. Februar war es so weit. Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD) für das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Bernd Puhlmann für den gemeinnützigen Verein CPYE e.V., Tommi Müller von der Rock-Ini der Evangelischen Jugend Tempelhof und Veranstaltungskoordinator Ed Koch trafen sich in der historischen Bibliothek des Rathauses Schöneberg zur feierlichen Zeremonie.

Auf neun Seiten, verbunden mit einer Ringheftung, steht alles, was für das Spielfest und den Rocktreff zu beachten ist. Vor allem natürlich der Termin. Wegen des bereits im Mai liegenden Pfingstfestes, wenn noch Spiele im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf stattfinden, wird das große Familienfest diesmal nicht wie in den letzten Jahren über das Pfingstwochenende stattfinden können. Da man sich aber an eine Drei-Tage-Veranstaltung inzwischen gewöhnt hat, geht es bereits am Freitag los, und zwar am 10. Juni 2005. Von 18 bis 22 Uhr spielen die ersten Bands und leiten ein Konzertwochenende ein, an dem wieder etwa 20 Gruppen ihr musikalisches Können zeigen werden. Wie wir aus den letzten Jahren wissen, auf hohem Niveau. Am Samstag, dem 11. Juni und Sonntag, dem 12. Juni 2005 beginnt das Rocken auf der Bühne um jeweils 17 Uhr und endet um 22 Uhr. An den beiden Wochenendtagen lädt das Spielfest bereits ab 11 Uhr in das Stadion ein. Das Fest für die ganze Familie mit bunten Ständen und einem ebensolchen Programm dauert noch an, wenn der Rocktreff schon begonnen hat. Viele Spielmöglichkeiten warten auf die Kids, während sich die Eltern bei Kaffee und Kuchen und hoffentlich sonnigem Wetter entspannen können. Im letzten Jahr schien an allen drei Tagen die Sonne und über 20.000 Menschen, nicht nur aus Tempelhof und Schöneberg fanden den Weg nach Mariendorf.

In der Vereinbarung, die jetzt unterzeichnet wurde, steht auch, welche Aufgaben die drei Träger zu leisten haben. So ist das Jugendamt für den ganzen behördlichen Teil zuständig. Auch eine Behörde muss sich von einer anderen Behörde beispielsweise genehmigen lassen, eine Veranstaltung unter freiem Himmel durchführen zu wollen. Die Polizei muss informiert werden, die GEMA will ihre Gebühren haben, der unvermeidliche Müll muss beseitigt werden und auf den „Örtlichkeiten“ muss jemand darauf achten, dass das Toilettenpapier nicht ausgeht. Dass dies alles funktioniert, dafür hat Jugendstadträtin Angelika Schöttler auch in diesem Jahr wieder Ed Koch, den Leiter des Tempelhofer Forums, engagiert, der darüber hinaus für die Gesamtkoordination der Veranstaltung verantwortlich ist.

Der CPYE e.V., ein Verein, der sich im Wesentlichen mit Jugendbegegnungsreisen beschäftigt, aber als freier Träger im Bezirk tätig ist, hat es 1998 übernommen, die Zuwendungsmittel zu verwalten und die Werbemaßnahmen zu organisieren. Dafür ist der Vorsitzende des Vereins, Bernd Puhlmann, als gelernter Handelsfachwirt und Großhandelskaufmann genau der richtige. 9.200 Euro Zuwendung, so steht es in der Vereinbarung, zahlt das Jugendamt aufgrund eines Beschlusses des Jugendhilfeausschusses und der Bezirksverordnetenversammlung auch in diesem Jahr. Die Zuwendung ist seit Jahren gleich hoch, nicht aber die Kosten, die sind teilweise erheblich gestiegen. Spielfest und Rocktreff kosten mehr als das Doppelte von der Zuwendungshöhe. Dieses Geld kommt von Sponsoren, um die sich der Sponsoringbeauftragte des Jugendamtes Fred Tille und der CPYE e.V. kümmern. Nach jetzigem Stand sieht es recht gut aus mit dem Engagement der Sponsoren. Hauptsponsor ist wieder Henry Arzigs catering company, die für ihre Unterstützung der Veranstaltung im Gegenzug für den Verkauf von Speisen und Getränken sorgt.

All dies wäre aber nichts ohne den dritten Träger des Großprojektes, nämlich Tommi Müllers Rock-Ini. Diese ist für die gesamte Technik wie Licht, Strom und Bühne zuständig. 40 Ehren-amtliche sind einschließlich der drei Tage Veranstaltungszeit eine Woche mit dem Auf- und Abbau beschäftigt. Den Wert dieser Arbeit kann man in Euro und Cent überhaupt nicht messen. Während sich Rock-Ini-Aktivist Buddy gegenwärtig um die Gestaltung des Plaka-tes und des Programmheftes am Computer Gedanken macht, Tommi, Peter, Christian, Akü, Sven und Matze Fragen des Lichtes, Ton und des Bühnenablaufs stundenlang debattieren, sichten Andie und Katharina die täglich eingehenden Bandbewerbungen. Fast 100 interessierte Bands, die alle kostenlos auftreten möchten, haben sich schon gemeldet. Am 31. März ist Anmeldeschluss. An der Moderation, den verbindenden Worten zwischen den einzelnen Bandauftritten, arbeiten Tommi Müller und Andie Kraft erst kurz vor der Show. Das meiste fällt ihnen ohnehin spontan ein.

Dreieinhalb Monate Vorbereitung stehen jetzt noch auf dem Plan und dann geht's wieder los, im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf, zum 22. Rocktreff aller Zeiten. getreu dem alten Motto: It's only Rock'n'Roll, but we like it…..

Ständig aktualisiert wird die Internetpräsentation der Rock-Ini:

www.rocktreff.de


300 Minuten Musik + 150 Gäste = 2.200 Euro für die Flutopfer

Am Samstag, dem 15. Januar 2005 hatte die Rock-Ini Tempelhof, die Jungen Erwachsenen und befreundete Bands ein Benefizkonzert organisiert. Pünktlich um 20 Uhr eröffnete Schirm-herrin Angelika Schöttler, Jugendstadträtin von Tempelhof-Schöneberg, die Veranstaltung ge-meinsam mit den Rocktreff-Moderatoren Tommi Müller und Andie Kraft.

Und das Line-up des Abends konnte sich sehen lassen:
- Lebzeit
- Besser als schlechter
- The Springs
- Shapeshifter
- LTP

Alle Bands traten ohne Gage auf und begeisterten mit insgesamt 300 Minuten Rock´n Roll die rund 150 Gäste im Keller des Gemeindehauses in der Mariendorfer Friedenstraße. Die gesamte Veranstaltung wurde ehrenamtlich durchgeführt, damit jeder Cent der Einnahmen den Flutop-fern zur Verfügung gestellt werden kann.

Neben den Eintrittsgeldern wurden auch die Einnahmen aus Getränken sowie direkte Spenden gesammelt. Sogar ein während des Gigs gerissenes Snare-Fell der Band „The Springs“ wurde kurzerhand von allen Bands signiert und versteigert. Insgesamt konnten somit 2.110,24 Euro erreicht werden, die durch eine spontane Unterstützung des Jugendpolitischen Pressedienstes Paper Press auf nunmehr 2.200 Euro aufgerundet wurden.

Das Geld wird der Diakonischen Katastrophenhilfe überwiesen.

 

USA 2005

New York City und
Ken-Caryl/Denver, Colorado, USA
Ostern 2005


Die Osterferien sind 2005 recht kurz, nämlich nur von Mittwoch, dem 23. März bis einschließlich Freitag, dem 1. April. Damit sich die Reise in die USA lohnt, wollen wir bereits am Samstag, dem 19. März starten und am 2. April 2005 die Rückreise antreten (Ankunft wieder in Berlin am 3.4.2005), d.h., dass sich die Teilnehmer/innen um eine Schulbefreiung für die Tage 21.und 22. März 2005 kümmern müssten.

Unsere Reise nach New York City und Denver, Colorado, beginnt am 19. März 2005 mit einem viertägigen Aufenthalt in New York City, nicht nur eine der interessantesten Städte der USA, sondern weltweit. Nachdem wir in New York ein weitgehend touristisches Programm erlebt ha-ben, fliegen wir weiter nach Ken Caryl, einem Vorort von Denver und wohnen dort bei sehr gastfreundlichen Familien. Seit 1992 reisen wir jedes Jahr in den Osterferien nach Ken-Caryl und haben inzwischen eine herzliche Freundschaft zu den Bürgern der Stadt begründet. Ken-Caryl liegt am Fuße der Rocky Mountains, mit dem Auto etwa 20 Minuten von der Innenstadt von Denver entfernt. Denver ist die Hauptstadt des Bundesstaates Colorado. Eine aufstrebende Stadt mit Charme. Wir werden natürlich einige Male in Denver sein.

12 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren können an der Reise teilnehmen (aus Berlin und Brandenburg). In New York und Colorado werden wir tagsüber Ausflüge unternehmen (natürlich oft in die Rockies), Besuche und Besichtigungen durchführen, kurzum alles kennen lernen, was interessant ist. Natürlich wird das Shoppen, eine der schönsten Nebensachen in den USA, nicht zu kurz kommen. Die Abende und Wochenenden, vor allem das Osterfest, gehören den Gastfamilien.

Die Reise wird begleitet von zwei ehrenamtlichen Projektleitern unseres Vereins. Diese lernt Ihr bereits auf den Vorbereitungstreffen kennen, die dazu dienen, organisatorische und inhaltliche Fragen zu besprechen. Und natürlich soll sich die Gruppe vorher kennen lernen. Die Termin der Vorbereitungstreffen: jeweils um 19.00 Uhr, Dienstag, 11. Januar 2005 (mit Eltern), Dienstag, 1. Februar, 22. Februar und 15. März 2005 im Tempelhofer Forum, Gottlieb-Dunkel-Straße 26, 12099 Berlin-Tempelhof, Bus 177 (Station Ullsteinstraße) der Bus fährt ab U-Bahnhof Alt-Mariendorf, Linie 6.

Im Teilnehmereigenbeitrag von ca. 1.500 € (vorbehaltlich einer Förderung durch das Land Berlin) sind die Flüge Berlin-New York-Denver-Berlin, die Aufenthaltskosten, Verpflegung in der Gastfamilie, Programmkosten vor Ort und bei den Ausflügen sowie Übernachtungen in New York, die Projektleitung sowie die Vor- und Nachbereitungstreffen enthalten. Nicht enthalten sind die Verpflegungskosten unterwegs bei den Ausflügen und in New York.

Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Reise. Es muss gewährleistet sein, dass sich die Teilnehmer/innen mit ihren Gastfamilien verständigen können.

Who the fuck is Tommi?

20 Jahre Rocktreff: Die Party

Am 15. September 1984, das war ein Samstag, fand der erste Rocktreff im Volkspark Mariendorf statt (s.u.). Auf den Tag genau 20 Jahre später lud die Rock-Ini zur Geburtstagsparty in den ehrwürdigen Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg ein.

Rock-Ini Präsi Tommi Müller stellt den harten Kern der Rocktreff-Macher vor: : Andie Kraft, Andreas Küttner, Christian Vogel, Sven Perschmann, Matze Schultze, Patrick von Budberg und Peter Schoppe.

Begrüßung durch den Schirmherrn der Veranstaltung, Bezirksverordnetenvorsteher Rainer Kotecki. Ihm war es gelungen, die am selben Tage stattfindende BVV-Sitzung so rechtzeitig zu beenden, dass alle eingeladenen Mitglieder der Fraktionen pünktlich zur Party erscheinen konnten. Die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnisgrünen und FDP kamen mit ihren jeweiligen Fraktionsvorsitzenden.

Auch Bezirksbürgermeister Ekkehard Band war in sichtlich guter Laune unter den Gästen. Rechts neben ihm Jugendstadträtin Angelika Schöttler, nicht nur Schirmdame der Party, sondern auch qua Amt Veranstalterin des Rocktreffs und des gleichzeitig stattfindenden Spielfestes im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf.

Besonders herzlich werden bei Anlässen wie diesen die Sponsoren begrüßt. Tommi Müller bedankte sich beim Chef der Catering-Company, Henry Arzig, für das Büffet. Die Catering-Company ist seit diesem Jahr Partner und Sponsor des Rocktreffs.

Die Grundlage durch gutes Essen ist bei jeder Party wichtig. Aber ohne Getränke ist das ein sehr trockenes Vergnügen. Wolfgang Paulo, st. FDP-Fraktionsvorsitzender, beteiligte sich an den Kosten für die flüssige Nahrung. BVV-Vorsteher Rainer Kotecki spendierte ein Fass Bier, Gemeindepfarrer „Beppo“ Brehm, in dessen Keller die Rock-Ini ihr Domizil hat, ließ sich auch ebenso wenig lumpen wie die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen.

Mit Helmut Riedel von der Firma Radio Möller am Mariendorfer Damm verbindet sich eine besonders schöne Geschichte. Er spielte in der Band „Return“ beim ersten Rocktreff 1984 mit. Sein Instrument: Bass. Radio Möller, Roller-Scholz, BSR, Teppich Rausch, Popella Licht- und Tontechnik, die Berliner Sparkasse, Planet Outlet und die Catering Company sind die Sponsoren des Rocktreffs und bringen fast die Hälfte des Gesamtetats für den Rocktreff und das Spielfest auf. Die andere Hälfte steuert das Jugendamt aus Zuwendungsmitteln für freie Träger bei. Und um es korrekt zu beschreiben: das Jugendamt schlägt vor (Das hat Stadträtin Angelika Schöttler bei der Geburtstagsparty versprochen), Jugendhilfeausschuss, Hauptausschuss und letztlich die Bezirksverordnetenversammlung beschließen. Die Hoffnung, dass dies für den Haushaltsplan 2005 gelingen wird, ist nicht ganz unbegründet.

Drei Fans des Rocktreffs: BVV-Vorsteher Rainer Kotecki, CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhard Pospieszinsky und Bildungsstadtrat Dieter Hapel, der gelegentlich mit Tommi Müller und Andie Kraft als Blues Brother beim Rocktreff auftritt.

Männer der ersten Stunde sind Udo Keil, er gab als Jugendstadtrat 1984 grünes Licht für den ersten Rocktreff, Klaus Antoch, der als Mitarbeiter der Jugendförderung erster Veranstaltungskoordinator war, und Fred Tille, der dieses Amt später übernahm.

1997 übernahm die Koordinatorentätigkeit Ed Koch, der dieses Amt bis heute innehat. Nach Udo Keil übernahm Jugendstadtrat Dietrich Schippel die Zuständigkeit für den Rocktreff. In seiner Amtszeit kam der Rocktreff nach jahrlangem Aufenthalt im Hockeystadion und zwei Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Carl-Zeiss-Schule in Lichtenrade wieder zurück ins Fußballstadion des Volksparks Mariendorf. Die Begrüßung 2000 am alten Standort machte aber schon Schippels Nachfolger Klaus-Ulrich Reipert.

Aus polizeilicher Sicht, so Party-Gast Bernd-Michael Miosga, Leiter des Polizei-abschnitts 44, ist der Rocktreff eine Veranstaltung mit keinen besonderen Vorkommnissen. Wäre schön, wenn der Rocktreff auch die kommenden Jahre in dieser Hinsicht wenigstens unauffällig bliebe.

Weitere Party Gäste waren Klaus Antochund der Tempelhofer CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Rzepka. Das Bezirksamtskollegium war auch durch Stadträtin Dr. Elisabeth Ziemer und Bernd Krömer vertreten.

Mit einem hatte Tommi Müller bei der Party nun überhaupt nicht gerechnet, nämlich dass er selbst singend zum Mikrophon greifen musste. Für ihn aber kein Problem, schließlich hat er früher selbst in verschiedenen Bands – auch beim Rocktreff – gespielt. Eine Formation aus zwei Bands, die einige Male beim Rocktreff auftraten, LTP und die Shape Shifters, die sich hier Rock Allianz nennen, spielten nicht nur gemeinsam mit Tommi Müller, sondern widmeten ihm und dem Rocktreff eine Hymne nach der Musik von „Tür an Tür mit Alice“, im Original von den Smokys und in der deutschen Version mit Howard Carpendale. Den Text wollen wir Ihnen, verehrte Leserinnen und Leser natürlich nicht vorenthalten. Damit es aber keinen politischen Ärger gibt, nur so viel zur Erklärung: Natürlich stöhnt eine BVV nicht rum und palavert erst recht nicht, und „haushaltsfremde Mittel“ hat Dietrich Schippel auch nicht hervorgezaubert, er hat allerdings die Verlagerung der Mittel in den Bereich Zuwendungen an freie Träger vorgenommen, was den Rocktreff vor dem Aus schon im Jahre 1998 bewahrte. Alles andere an dem Song ist eben künstlerische Freiheit.

Apropos Freiheit: Die etwa 120 Gäste im Saal, darunter vor allem auch die ehren-amtlichen Helfer des Rocktreffs, ließen es sich nicht nehmen, den beim Originalsong später hinzugefügten Refrain, der immer nach „Alice“ einsetzte, in ein lautes „Tom-mi? Who the fuck is Tommi?“ umzuwandeln. Der Goldene Saal, in dem in früheren Jahren die Senatssitzungen stattfanden, hat so viel Stimmung in der 90-jährigen Geschichte des Rathauses Schöneberg noch nicht erlebt.

19 – 84 war das allererste Mal

Im Volkspark wurde abgerockt –

es war phänomenal

Oh, das war der erste Rocktreff

Weißt Du noch Tommi?

Ohne Zelte, ohne Backstage,

Wir saßen einfach auf dem Gras,

Es gab vieles zu verbessern,

doch alle hatten mächtig Spaß

Es wurde ein Riesenerfolg, das war klar,

Denn auch Tommi war da

Tommi? – (na Sie wissen schon)

Chorus:

Und jedes Jahr aufs Neue gab es Ärger um das Geld

Die BVV, die stöhnte rum,

als koste es die Welt

Doch wir brauchten finanzielle Unterstützung für den Rocktreff mit Tommi

Die Veranstaltung wuchs und der Fankreis wuchs mit

Es kamen Bands aus ganz Europa,

ich glaub' auch aus Madrid

International bekannt ist er,

der Rocktreff mit Tommi

Und jedes Jahr verbessert wurde Bühne,

Sound und Licht

Einen vergleichbaren Event gibt

es meines Wissens nicht

BREAK:

20 Jahre ehrenamtlich Rock'n Roll pur

Das gibt's in Tempelhof nur

Chorus:

Und über viele Jahre gab es Ärger um das Geld

Jugendstadtrat Schippel

Du bist unser Held

Denn dank Dir gibt es haushaltsfremde Mittel für den Rocktreff mit Tommi

Die Zukunft scheint gesichert,

aber warten wir mal ab

Denn die öffentliche Kasse ist ja

mehr als knapp

Doch wir brauchen finanzielle Unterstützung für den Rocktreff mit Tommi

Chorus:

Ich weiß, es klingt verrückt, doch dieser Typ, der ist genial

Gleich singt er Makin' Money und danach vielleicht noch mal

Und dann freuen wir uns zusammen über 20 Jahre Rocktreff mit Tommi

Wir erheben unser Glas und dann nehmen wir nen Schluck

Die Damen und Herren Politiker geben sich nen Ruck

Und gewährleisten Kontinuität für den Rocktreff mit Tommi

Und wir trinken auf die nächsten 20 Rocktreffs mit Thomas Müller…

Mehr kann man nicht wünschen. Und nur noch einmal hoffen, dass die vielen Ehrenamtlichen bei der Stange bleiben. Und für die letzten Jahre danke an:

Sabine Binte, Markus Binte, Patrick von Budberg, Katharina Chmielecki, Harun Demiragli, Christian Dignatz, Claudia Dombrowski, Alexander Fackler, Sven Forner, Stephan Gändrich, Malte Groth, Hendrik van Ham, Dirk und Rolf Höring, Leo Kahan, Michaela Kohn, Mathias Kraft, Andie Kraft, Nadine Krügel, Andreas Kütt-ner, Boris Meier, Andreas Müer, Björn Müller, Tommi Müller, Ralf Nagel (Shorty & Co.), Sebastian Rudolph, Christel und Kim Schau, Peter Schoppe, Matze Schultze, Wolfgang Schwarz, Bianca Stiels, Bernd Strützke, Klaus Theurer, Unne, Christian Vogel und Ronny Werner. (Sorry, falls jemand vergessen wurde).

Eine Dankeschön darf nicht vergessen werden, nämlich an die Mitglieder der Band „Die GmbH“, die GmbH ist die Gründungsband des Rocktreffs. Thomas Wolf kam auf den Namen, der im Laufe der 20 Jahre zum Markenzeichen wurde.

Auszeichnung für Tommi Müller

Tommi Müller, Rock-Ini-Präsi, und seit 20 Jahren Seele und Motor der Erfolgsveranstaltung Rocktreff, erhielt am 15. August 2004 eine besondere Anerkennung für seine Arbeit. Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg, Rainer Kotecki, überreichte ihm die Verdienstmedaille des Bezirks. Diese Auszeichnung kommt einem Jubiläumsgeschenk für die ganze Rock-Ini gleich, denn am 15. September 1984 fand der erste Rocktreff im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf statt. Inzwischen gab es 21 Rocktreffs.

Die Story:

It's only Rock'n'Roll…… 20 Jahre Rocktreff

Es war einmal in Tempelhof. 1984 war Tempelhof auf dem Weg aus der Kulturwüste, wie man diesen Bezirk spöttisch nannte, ein gutes Stück vorangekommen. Die ufa-fabrik war gerade fünf Jahre alt und entwickelte sich zum Internationalen Kulturzentrum.

Ein Jahr zuvor, 1983, gründeten ein paar Jugendliche, die gern Musik machten, die Rock-Ini. Diese Initiative entstand im Jugendzentrum der Evangelischen Kirche Albrechtstraße, das heutige Café Albrecht. Die Tempelhofer Rocktage erblickten das Licht der Welt. Bei dieser zweitägigen Veranstaltung spielten die jungen Bands ihren Rock'n'Roll, den sie so liebten. Die Rocktage gibt es heute noch, besser gesagt, heute wieder, denn zwischendurch gab es eine Pause. Keine Pause entstand in den Köpfen der Musiker. Besonders aktiv war die Band die „GMBH“. Michael Abu-Dakn, Mitglied der „GMBH“, machte sich auf den Weg zum damaligen Jugendstadtrat Udo Keil (CDU) und versuchte, ihm die Idee einer Open-Air-Veranstaltung schmackhaft zu machen. Er rannte bei Keil offene Türen ein. Keil übertrug die Veranstaltungskoordination für das Jugendamt dem Sozialpädagogen Klaus Antoch, der sich alsbald mit den Rock-Ini Leuten, zu denen von der ersten Stunde an auch ein Musiker namens Tommi Müller gehörte, zusammensetzte. Am 15. September 1984 fand der erste Rocktreff im alten Fußballstadion des Volksparks Mariendorf statt.

Klaus Antoch erinnert sich an die vielen organisatorischen Probleme, die man anfangs hatte. Nicht nur das, es stand auch wenig Geld zur Verfügung. Tommi Müller, der beim ersten Rocktreff vornehmlich Kabel schleppte und verlegte, berichtet von der Bühne, die blau-weiß angestrichen war. „Die Bühne stellten uns die Amis zur Verfügung“, so Tommi Müller, „und das THW baute alles auf. Nicht zu vergleichen mit dem, was heute an Technik im Stadion steht.“

Schon nach drei Jahren war erst einmal Schluss im Fußballstadion, weil ein Tribünenhaus gebaut werden sollte. Man wich auf den benachbarten Hockeyplatz aus, der Spielstätte bis 1997 bleiben sollte. Inzwischen führte das Jugendamt auch ein Spielfest durch. Markenzeichen: Templi, ein kleiner Kreuzritter, der heute noch auf den Plakaten zu sehen ist. 1996 fand der Rocktreff, wie in allen Jahren zuvor, an einem Samstag statt, und einen Tag später das Spielfest. Die Jungs von der Rock-Ini und der damals neue Jugendstadtrat Dietrich Schippel (CDU) hatten die Idee, Spielfest und Rocktreff zu einer Veranstaltung zu verschmelzen. Vorteil für beide Feste: zwei Tage! So gab es 1997 erstmals Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr das Spielfest und danach bis 22 Uhr den Rocktreff.

Der Rock-Ini stand über die Jahre hinweg nicht nur der Jugendstadtrat treu zur Seite, sondern jeweils auch ein Koordinator des Jugendamtes. Nach Klaus Antoch, der die ersten Jahre zuständig war, übernahm Fred Tille diese Aufgabe, gefolgt von Michael Heß. Als Michael Heß 1996 den Job aufgab, entstand zuerst ein Vakuum, das fast zur Einstellung der Veranstaltung geführt hätte. Jugendstadtrat Dietrich Schippel, erst seit wenigen Monaten im Amt, hatte sich schon fast von einigen aus dem Jugendamt selbst kommenden Kritikern der Veranstaltung überzeugen lassen, keine Mittel mehr zur Verfügung zu stellen. Die Befürworter hatten letztlich aber die besseren Argumente und Schippel lenkte ein. Er selbst hat sich damit eine der größten Freuden seiner Amtszeit beschert. Er war letztlich vom Spielfest und Rocktreff so angetan, dass jeder dachte, Dietrich Schippel habe sie erfunden. Schippel hatte auch einen neuen Koordinator parat, nämlich den Leiter des Jugendfreizeitheims Mariendorf, Ed Koch. „Das geht mit den beiden nie gut“, prophezeiten politische Kenner der Tempelhofer Szene. Koch war als Linker verschrien, der in „seiner“ Publikation „PAPER PRESS“ den Rechtskonservativen CDU-Mann Schippel in früheren Jahren dann und wann aufs Korn genommen hatte. Aber, wie das manchmal so im Leben ist, gerade die beiden haben sich wunderbar verstanden und gemeinsam mit Tommi Müller und den Rock-Ini Leuten viele erfolgreiche Veranstaltungen organisiert.

Nach dem fulminanten Start des Doppelpacks Spielfest und Rocktreff 1997, gab es einen Schock. Das Hockeyfeld sollte einen Kunstrasen erhalten. Auf diesem dürfte dann keine Veranstaltung, außer Hockeyspielen, mehr stattfinden. So geschah es, der Kunstrasen wurde verlegt. Nach langen Überlegungen bot der damalige Schulstadtrat Ekkehard Band (SPD) das Gelände, auf dem die Carl-Zeiss-Schule gestanden hatte, an. Lichtenrader Damm Ecke Barnetstraße. Eigentlich verkehrsgünstig gut gelegen, dazu in dichter Wohnbebauung. 1998 fand der Rocktreff allein in Lichtenrade statt und das Spielfest gab ein Gastspiel beim 50sten Jahrestag des Beginns der Luftbrücke auf dem Flughafen Tempelhof. 1999 waren Spielfest und Rocktreff wieder vereint und zum zweiten Mal in Lichtenrade. Lichtenrade war leider ein Flop. Der Platz war ein hässlicher Acker, die Besucherzahlen hielten sich in Grenzen.

Jugendstadtrat Schippel wurde bekniet, ein anderes Gelände zu suchen. Warum eigentlich nicht „Back to the Roots“? Im Fußballstadion stand inzwischen seit vielen Jahren das Tribünenhaus. Tommi Müller: „Ich werde nie vergessen, wie wir mit einer kompletten Lautsprecheranlage, die auf einen Wagen moniert war, alle Seiten des Stadions ausprobierten, um herauszufinden, wo am besten die Bühne stehen könnte“. Stadtrat Schippel und Sportamtsleiter Kiehl begutachteten jede Position, bis man sich für die entschied, wo noch heute Jahr für Jahr die Bühne steht.

2000 kehrte der Rocktreff wieder an den Platz zurück, wo 1984 alles begann. Tommi Müller spielte damals in der Band „Tumbling Dice”, angelehnt an einen Titel der Rolling Stones. Später trat er mit seiner Band „Riff“ auf und Anfang der 90er Jahre entstand „Maddox“, die 1993 auch zum 10. Rocktreff spielte. „Maddox“ tritt heute noch auf, wenn die Rock-Ini ihre Rocktreff-Dankeschönparty für die Helfer im Keller des Gemeindehauses Friedenstraße feiert. Neben Tommi Müller sind Ronny Werner und Peter Schoppe „alte“ „Maddox“-Musiker, die den Rocktreff über die Jahre hinweg am Leben erhalten haben. Tommi Müller ist nicht nur ein exzellenter Musiker, sondern besitzt noch eine andere, für den Rocktreff sehr wichtige, Fähigkeit: er ist gelernter Gerüstbauer, „mit Pass!“, betont er gern. Der Bühnenaufbau ist Tommi Müllers Spezialgebiet.

Inzwischen gibt es in der Rock-Ini mehr Techniker als Musiker, so zum Beispiel Patrick von Budberg (Buddy), der seit dem 8. Rocktreff 1991 dabei ist. Er ist für die Finanzen der Rock-Ini zuständig. Oder Andie Kraft, seit dem 10. Rocktreff 1993 mit von der Partie und auch beruflich in der Veranstaltungstechnikbranche tätig. Mit Tommi Müller moderiert er seit einigen Jahren den Rocktreff. Oder Urgestein Matze Schultze, der zwischendurch eine Auszeit nahm, sich jetzt aber wieder um den technischen Ablauf auf der Bühne kümmert. Im Jahre 2000 hat auch Sven Perschmann, der beruflich zurzeit die „Blue-Man-Group“ ausleuchtet, seine Leidenschaft für den Rocktreff entdeckt; Andie Kraft, mit dem er zusammenarbeitete, nahm ihn mit. Und auch Andreas Küttner (Akü) ist durch Andie Kraft zum Rocktreff gekommen. Er war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. 2003 lernte Christian Vogel den Rocktreff als Schüler des Oberstufenzentrums KIM (Kommunikations-, Informations- und Medientechnik) kennen. In diesem Jahr absolvierte er seine Prüfung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik beim Rocktreff. Resultat: Bestanden. Peter Schoppe am Schlagzeug ist noch einer der wenigen Musiker, sein eigentliches Instrument ist jedoch das Keyboard.

Neben dem harten Kern der Rock-Ini-Leute gehören noch fast 40 weitere Mädels und Jungs dazu, die sich jedes Jahr eine Woche lang mit nichts anderem beschäftigen, als ein Fest für die ganze Familie auf die Beine zu stellen, das zum Tempelhofer Event-Kalender gehört wie die Veranstaltungen der ufa-fabrik, der Kulturlustgarten oder der Bezirksrenntag auf der Trabrennbahn Mariendorf. Die Rock-Ini-Leute mit ihrem „Präsi“ Tommi Müller treffen sich jeden Dienstag in ihrem Gemeindekeller und planen den nächsten Rocktreff, einmal im Monat gemeinsam mit dem Veranstaltungskoordinator des Jugendamtes Ed Koch.

Jugendstadtrat Dietrich Schippel ist es zu verdanken, dass seit 1998 Spielfest und Rocktreff nicht mehr aus dem regulären Haushalt des Amtes Jugendförderung finanziert werden, sondern über Zuwendungen an freie Träger. Das hatte stets den Vorteil, dass die Veranstaltung von den üblichen Haushaltskürzungen und –sperren verschont blieb. In dem nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz anerkannten freien Träger CPYE e.V. (Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten) fand Schippel einen kompetenten Partner als Träger der Veranstaltung. Seit dieser Zeit besteht die Trägergemeinschaft aus Jugendamt, Rock-Ini und CPYE e.V. „In aller Bescheidenheit gesagt“, so Bernd Puhlmann, Vorsitzender des CPYE e.V., „eine ideale Verbindung und eine Erfolgsgeschichte dazu“. An dieser Konstruktion änderten auch die Nachfolger von Dietrich Schippel, Klaus-Ulrich Reipert (CDU) und Angelika Schött-ler (SPD), nichts.

Diese „Verbindung“ hat zwischen 2001 und 2003 bei einer Menge weiterer Veranstaltungen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mitgewirkt, so zum Beispiel bei drei Aktionstagen vor den Rathäusern Tempelhof und Schöneberg und vielen weiteren Projekten des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt in Tempelhof-Schöneberg und beim Schöneberger Maifest. Diese Zeit ist allerdings Geschichte. Der für das Bündnis zuständige Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) löste dieses auf, womit Aktionstage und andere Projekte eingestellt wurden. CPYE e.V. und Rock-Ini trennten sich dann ihrerseits vom Bezirksbürgermeister, als dieser nicht bereit war, erforderliche technische Standards bei seinen Veranstaltungen zu gewährleisten. Den Vorschlag, ehrenamtlich für die Technische Leitung bei den Veranstaltungen zu sorgen, lehnte Band ohne Begründung ab.

Apropos ehrenamtlich. Natürlich kriegen die Rock-Ini-Leute kein Geld für ihre Tätigkeit. Sie erfüllen diese tatsächlich nur „just for fun“. Die Knapp 20.000 Euro, die Spielfest und Rocktreff jährlich kosten, fließen allein in die Technik, Ausstattung und Werbung. Die Hälfte des Etats wird aus Sponsoringgeldern akquiriert, die andere Hälfte bewilligte bislang auf Vorschlag des Jugendamtes der Jugendhilfeausschuss. Die Zeichen stehen nicht schlecht, dass das auch für 2005 der Fall sein wird. Rocktreff Nr. 22 steht dann auf dem Programm, gleiche Welle, gleiche Stelle……

….und seit wenigen Tagen steht auch der Termin für 2005 fest. Diesmal nicht über Pfingsten, weil Mitte Mai noch Spiele im Fußballstadion stattfinden. Erst 2006, wenn Pfingsten auf das erste Juni-Wochenende fällt, ist ein Pfingstgottesdienst im Rahmen des Rocktreffs wieder möglich.

USA 2004 Freundschaft trotz Krise

Vor Ort sieht immer alles anders aus, als im Fernsehen. Auf den Irak-Krieg bezogen wollen wir diesen Gedankengang lieber nicht weiterführen. Was jedoch die freundschaftlichen Bindungen zu den Menschen in den Vereinigten Staaten betrifft, lohnt immer wieder ein Besuch in der Neuen Welt. Seit knapp 20 Jahren führt das Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e.V. – CPYE – deshalb unermüdlich Reisen mit Jugendlichen in die USA durch. Nummer 34 seit 1985 brachte zu Ostern 15 Jugendliche aus Berlin nach San Francisco und Denver Colorado.

Die Jugendlichen, die heute mit CPYE in die USA reisen, haben die Wiedervereinigung Berlins bestenfalls im Unterbewusstsein erlebt. Sie wuchsen in eine Stadt des Umbruchs hinein. Auf der Westseite die unverkennbare amerikanische Orientierung und auf der Ostseite der sehnsüchtige Blick gen Westen und das Abstreifen einer Staatsform, die sich selbst überlebt hatte.

Kurzum, eine Reise in die USA stand stets bei allen Kids, egal in welcher Himmelsrichtung ansässig, auf dem Wunschzettel ganz oben. In den Auswertungsbogen schrieb ein 16-jähriger Jugendlicher, der in diesem Jahr mit dabei war, „darauf habe ich mich schon mein ganzes Leben lang gefreut“. Mythos USA. Weder Vietnam, noch Irak-Krieg, noch so viele andere Vorgänge, die kritisch zu würdigen wären, haben daran etwas verändert. Es gibt viele Menschen, die würden nie in die USA reisen wollen, schon allein, weil es dort Bratkartoffeln zum Frühstück gibt. Bei ebenso vielen reichte ein Besuch fürs Leben aus. Und dann gibt es eben die große Fangemeinde, die sich von fast gar nichts abschrecken lässt, immer wieder dorthin zu wollen.

Vor der kurvenreichsten Straße der Welt, der Lombard Street in San Francisco, versammeln sich die Kids aus Berlin zum Beweisfoto, 9.000 km von zu Hause entfernt gewesen zu sein. Und eine der schönsten Hängebrücken der Welt, die Golden Gate Bridge, darf natürlich als Motiv auch nicht im Fotoalbum fehlen.

San Francisco, eine der schönsten Städte der Welt, am Golden Gate zum Pacific gelegen. Die Cable Car quietscht, mehr als Touristenattraktion, denn als unentbehrliches Verkehrsmittel, die steilen Straßen hoch und runter. Ja, es macht Spaß, gerade hier seinen Osterurlaub zu verbringen. Die Jugendlichen aus Berlin genossen die vier Tage in der kalifornischen Metropole, bevor es nach Denver, der Hauptstadt Colorados ging, wo viele nette Familien auf ihre Gäste aus Berlin warteten. Schon am Flughafen von Denver, einem gigantischen Areal, in dessen Einganshalle fast unser kompletter Flughafen Tegel passen würde, wurden die deutschen Gäste herzlich begrüßt, kein böses Wort darüber, dass wir immer noch nicht am Irak-Krieg teilnehmen. Das Dach des Flughafengebäudes ist den Rocky Mountains nachempfunden.

Es gibt viele kritische und noch mehr nachdenkliche Menschen in den USA, was den Irak-Krieg anbelangt. Die große Gegenwehr, so wie beim Vietnam-Krieg, hat noch nicht eingesetzt. Die Schmerzgrenze scheint für die Amerikaner noch nicht er-reicht zu sein, und noch ist es nicht sicher, dass es im November einen Wechsel im Weißen Haus geben wird. So wenig präsent ist der Gegenkandidat von George W. Bush, zu unklar seine Alternativen. Was den Kriegsgrund anbelangt, hat die Regierung das Volk belogen. Bei uns wäre wenigstens der Verteidigungsminister zurückgetreten, in den USA nimmt man das weitestgehend hin. Auch dass George Bush die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen getrieben hat, regt offenbar nur wenige auf. All diese Themen spielten in den Gesprächen zwischen den Jugendlichen aus Berlin und ihren amerikanischen Gastgebern keine große Rolle.

Auch der Empfang im Rathaus der Stadt Denver durch die stellvertretende Bürgermeisterin Cheryl Cohen-Vader verlief unpolitisch. Zwischen Frankfurt und Denver besteht eine Lufthansa Non-Stop-Verbindung, ein Umstand, den man in Colorados Hauptstadt schätzt und immer wieder auf die dadurch besonders guten Beziehungen zu Deutschland verweist. Rechts neben der Vize-Bürgermeisterin die Tourismuschefin von Denver Jayne Buck, die kurz zuvor die ITB in Berlin besuchte. Eingerahmt werden die beiden Damen von dem CPYE-Vorsitzenden Chris Landmann und den Projektleitern Andie Kraft und Regina Körper. Als besonderes Geschenk für Mrs. Cohen-Vader gab es ein eingerahmtes Foto von Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, mit Widmung versteht sich.

Noch eine wichtige Frau, wenn nicht für das Programm die wichtigste überhaupt: Chefgastmutter Nancy Brooks mit Enkelin Morgan. Sie organisiert die Familien und hilft beim Programm. Sie ist sozusagen die Seele vom Geschäft. Ihr und den anderen amerikanischen Gastgebern ist es zu verdanken, dass das Bild, das die Jugendlichen von ihrem Amerikabesuch gewannen, ein durchweg positives ist. Ein Land mit so liebenswürdigen Menschen, kann nicht schlecht sein. Die gut zwei Wochen vergingen viel zu schnell und die Heimreise stand früher als gewünscht im Plan. Aber: nach der Reise, ist bekanntlich vor der Reise.